Kaltblüter

Pferde – Kraft und Eleganz auf vier Beinen

Entwicklung und Zucht

Die Geschichte des Pferdes reicht etwa fünftausend Jahre zurück. Bereits in der Jungsteinzeit haben Menschen begonnen, sie zu einzufangen und für unterschiedliche Zwecke zu züchten. Lange Zeit waren die Tiere durch ihre Kraft und Ausdauer in der Landwirtschaft beim Pflügen unentbehrlich. Reitpferde dagegen mussten durch ihre Schnelligkeit überzeugen. Auch Kriegspferde, die entsprechend groß und schwer waren, wurden für diesen Einsatz speziell ausgebildet.

Die meisten Rassen waren an das Klima, in dem sie lebten, gut angepasst. Shetlandponys zum Beispiel waren an Wärme, aber auch Stürme gewohnt und von kleiner Statur. Sie wurden daher oft als Zugpferde in Englands Kohlegruben eingesetzt. Dafür waren sie optimal gebaut.

Die häufig gestellte Frage Wieso brauchen Pferde Hufeisen ist ebenfalls leicht beantwortet. Das Hufeisen schützt den Huf auf Pflaster oder geteerten Straßen. Pferde brauchen daher keine „Schuhe“, im Gegensatz zu Menschen, die oft hochwertige Adidas Schuhe tragen, denn sie werden mit ebendiesen Hufeisen ausgestattet. Der Hufschmied korrigiert und kürzt den Huf in regelmäßigen Abständen und nagelt neue Eisen daran. Die Haltung und Pflege eines Pferdes ist daher mit nicht zu unterschätzendem finanziellem Aufwand verbunden. Wer jedoch mit dem Gedanken spielt, sich ein Pferd zuzulegen, sollte sich gleich zu Beginn überlegen, was für Kosten anfallen, die er einplanen muss.

Hängt die Bezeichnung eines Pferdes mit seiner Temperatur zusammen?

Die Einteilung in Warm-, Kalt- und Vollblüter hat rein gar nichts mit der Temperatur des Tieres zu tun! Das Blut ist von immer gleicher Temperatur. Es ist eine Unterscheidung nach dem Temperament. Pferde haben nämlich unterschiedliche Charakter-Eigenschaften. Kaltblüter sind ruhige, schwere Tiere. Sie sind daher als Zugpferde gut geeignet. Vollblüter wirken dagegen eher nervös und sind in der Regel schlank. Oft beweisen sie sich als sehr gute Rennpferde. Die Eigenschaften des Warmblüters liegen so ziemlich in der Mitte der beiden anderen.

Des Weiteren werden Pferde nach ihrer Größe unterschieden. Hierzu ist die Schulterhöhe ausschlaggebend, im Fachjargon Stockmaß oder Widerristhöhe genannt. Die Grenze liegt hier bei einem Meter Achtundvierzig. Pferde, die über dieser Marke liegen, werden Großpferde genannt, die darunterliegenden heißen Kleinpferde oder Ponys.

Überdies wird nach den ursprünglichen Zuchtgebieten unterschieden. Shetland-Ponys stammen von diversen Inseln, Freiberger aus der Schweiz, die Holsteiner aus Norddeutschland und die Andalusier aus Spanien. Auch die Farben spielen eine Rolle. Rappen sind generell schwarze Pferde, Schimmel dagegen weiße. Daneben gibt es Schecken, Braune, Füchse, Apfelschimmel, und viele andere mehr.

Die Gangarten unterscheiden sich ebenfalls stark voneinander. Die langsamste Gangart heißt Schritt. Das Pferd bewegt sich dabei jedoch etwas schneller als ein Mensch. Die Steigerung hiervon ist der Trab, bei dem das Pferd für kurze Zeit mit allen vier Beinen in der Luft ist. Beim Reiten ist diese Gangart sehr unruhig. Als Galopp bezeichnet man die schnellste Kategorie. Sie besteht aus Sprüngen, die vom Pferd in schneller Abfolge geleistet werden und ist ruhiger als der Trab. Eine besondere Gangart stellt der Tölt, früher Passgang genannt, dar und Pferde mit dieser Gangart werden Zelter genannt.

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